2015: Nachbericht zur Auftaktveranstaltung der 3. KölnBonner Woche für Seelische Gesundheit

Videobotschaft der Landesgesundheitsministerin
Podiumsdiskussion
Interaktion mit den Ausstellern

Am 10. Oktober 2015 fand die Auftaktveranstaltung zur 3. KölnBonner Woche für Seelische Gesundheit in der Industrie- und Handelskammer zu Köln statt. Von 11:00 bis 16:30 Uhr konnten Bürgerinnen und Bürger  an über 30 Ständen mit Experten reden und dem Bühnenprogramm folgen.

Prof. Wolfgang Goetzke (Gesundheitsregion KölnBonn e.V.) eröffnete die Auftaktveranstaltung und die KölnBonner Woche für Seelische Gesundheit. Die Bürgermeisterin der Stadt Köln, Elfi Scho-Antwerpes, würdigte in ihrem Grußwort die Arbeit der hauptamtlichen und ehrenamtlichen Akteure im Bereich seelische Gesundheit in der Region. In Form einer Videobotschaft sprach Landesgesundheitsministerin und Schirmherrin der 3. KölnBonner Woche für Seelische Gesundheit, Barbara Steffens, von der Notwendigkeit und dem Potential der Woche in Hinblick auf die steigenden Zahlen von Menschen mit psychischen Erkrankungen.

In der nachfolgenden Podiumsdiskussion, moderiert von Marie-Anne Schlolaut vom Kölner Stadtanzeiger, diskutierten zwei Experten und zwei Betroffene zum Thema „Der eigene Einfluss auf das Leben – psychische Widerstandskraft stärken“. Prof. Euphrosyne Gouzoulis-Mayfrank (LVR-Kliniken Köln) und Prof. Jens Kleinert (Deutsche Sporthochschule Köln) lieferten den wissenschaftlichen Hintergrund, während Thomas Kuhsel als Betroffener Einblicke in sein eigenes Schicksal geben konnte. Auch Markus Naaf (Hilfe für psychisch Kranke e.V. Bonn/Rhein-Sieg) schilderte eindrucksvoll die Perspektive eines Betroffenen und erläuterte das Unterstützungspotential der ehrenamtlichen Selbsthilfearbeit.

In seiner Vortragslesung zum Thema "Bin ich psycho? Wie wir einen guten Umgang mit unserer Seele  finden können“ ermutigte der Autor Prof. Josef Aldenhoff dazu, heftige Emotionen und psychische Störungen ohne Tabu als Teil unseres Lebens anzunehmen. Dem Publikum konnte er Fragen beantworten und direkte Empfehlungen geben.

Die 3. KölnBonner Woche für seelische Gesundheit findet noch bis zum 21. Oktober statt mit mehr als 160 Veranstaltungen zu Themen wie Burnout, Konfliktbewältigung, Innere Balance und psychische Erkrankungen.


Der Gesundheitsregion KölnBonn e.V. dankt den Förderern, der Kämpgen Stiftung und der IHK zu Köln, für ihre Unterstützung.

2015: Veranstaltungsprogramm als Printkalender erhältlich

Ab sofort ist das Veranstaltungsprogramm als Printkalender erhältlich und liegt in der Geschäftsstelle der Gesundheitsregion KölnBonn zur Abholung bereit:

Im MediaPark 4d (Erdgeschoss 2 - E2), 50670 Köln

Bitte melden Sie sich vorab telefonisch unter: 0221-12606430.

Ab der nächsten Woche werden die Kalender dann auch an öffentlichen Stellen sowie bei den Veranstaltern ausliegen

***Die digitale Version des Printkalenders kann ab sofort im Download-Bereich heruntergeladen werden!***

Gesprächsrunde bei der Auftaktveranstaltung zur 2. WSG
Ausstellung bei der Auftaktveranstaltung zur 2. WSG

2015: Auftaktveranstaltung zur 3. KölnBonner Woche für Seelische Gesundheit - Eintritt frei

Die „3. KölnBonner Woche für Seelische Gesundheit“ wird am 10. Oktober 2015 in der Industrie- und Handelskammer zu Köln mit einer ganztägigen Auftaktveranstaltung eröffnet werden. Die Publikumsveranstaltung soll mit einer begleitenden Ausstellung dazu dienen, erste Anlaufstellen im Raum Köln/Bonn aufzuzeigen und einen Ausblick auf die folgenden Tage der Informationswoche zu gewähren. Die Veranstaltung wird um 12:00 Uhr mit einem Grußwort von Frau Elfi Scho-Antwerpes, Bürgermeisterin der Stadt Köln, sowie einer Videobotschaft der Schirmherrin, Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW, beginnen. Anschließend widmet sich eine Podiumsdiskussion dem Thema „Der eigene Einfluss auf das Leben - seelische Widerstandskraft stärken". Am Nachmittag wird dann Herr Prof. Dr. Josef Aldenhoff noch eine kombinierte Vortragslesung unter dem Titel  "Bin ich psycho? Wie wir einen guten Umgang mit unserer Seele  finden können.“ halten.

Das Programm im Detail:

  • 11:00 Uhr Beginn
  • 11:00 - 12:00 Uhr - Besuch der Ausstellung
  • 12:00 Uhr - Eröffnung/ Grußworte
    • Begrüßung durch Herrn Prof. Dr. Wolfgang Goetzke, Gesundheitsregion KölnBonn
    • Grußwort von Frau Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, Stadt Köln
    • Videobotschaft von Frau Ministerin Barbara Steffens, Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
  • 12:30 - 13:30 Uhr - Podiumsdiskussion zum Thema „Der eigene Einfluss auf das Leben – psychische Widerstandskraft stärken“ Teilnehmer/-innen:
    • Frau Prof. Dr. Euphrosyne Gouzoulis-Mayfrank, LVR-Klinik Köln
    • Herr Univ.- Prof. Dr. Jens Kleinert, Deutsche Sporthochschule Köln
    • Herr Markus Naaf, Hilfe für psychisch Kranke e.V. Bonn/Rhein-Sieg
    • Herr Thomas Kuhsel
    Moderation: Marie-Anne Schlolaut, Kölner Stadt-Anzeiger
  • 13:30 - 15:00 Uhr: Besuch der Ausstellung
  • 15:00 - 16:00 Uhr: Vortragslesung "Bin ich psycho? Wie wir einen guten Umgang mit unserer Seele  finden können.“ durch Herrn Prof. Dr. Josef Aldenhoff
  • 16:00 - 16:30 Uhr: Besuch der Ausstellung
  • 16:30 Uhr: Ende

Aussteller:

  • ADAS Alteburger Straße gGmbH
  • Aktion Psychisch Kranke e.V.
  • AWO Kreisverband Köln e.V
  • Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e. V. Landesgruppe NRW
  • Bonner Verein für gemeindenahe Psychiatrie e.V.
  • BTZ-Berufliche Bildung Köln GmbH
  • Deutsche Sporthochschule Köln; Projekt "Mental gestärkt"
  • Diakonie Michaelshoven e.V.
  • Eckhard Busch Stiftung
  • F.M. Alexander-Technik (ATVD)
  • FABA e.V. - Freie Ambulante BeWo-Anbieter/innen
  • Früherkennungs- und Therapiezentrum für psychische Krisen (FETZ)/ Kölner Verein für seelische Gesundheit e.V.
  • GeBeGe – Gesellschaft für Beratungs- und Gesundheitsmanagement mbH
  • Hilfe für Psychisch Kranke e.V. Bonn/ Rhein-Sieg
  • ISPPM e.V. internationale Gesellschaft für prä- und perinatale Psychologie und Medizin
  • Janssen-Cilag GmbH
  • Jobcenter Köln
  • Karin Klein - Körpertherapeutin für die gute Bindung
  • Kölner Genesungsbegleiter e.V.
  • Kölner Verein für Rehabilitation  e.V.
  • Köln-Ring gGmbH
  • LVR-Klinik Köln
  • Mindpeak
  • MVZ Alteburger Straße gGmbH
  • NAVISANA Heilzentrum
  • Netzwerk 01 e.V.
  • Projekt Kidkit - Drogenhilfe Köln e.V./ KOALA e.V.
  • Psychiatrie Verlag GmbH
  • Rat und Tat e.V.
  • Robert-Enke-Stiftung
  • Tagesklinik Alteburger Straße gGmbH
  • Uniklinik Köln - „Integrierte Versorgung  - Zuhausebehandlung bei Patienten mit Psychosen“
  • Verein für Soziale Bildungsarbeit e.V. - TEAMWORK

    Ort:
    Industrie- und Handelskammer zu Köln, Börsensaal
    Unter Sachsenhausen 10-26
    50667 Köln

    Anfahrt:
    U-Bahn: Linie 3, 4, 5, 16, 18 Appellhofplatz
    S-Bahn/ Deutsche Bahn: Köln Hbf

    Parken:
    Tiefgarage "Börsenplatz"

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    Grußwort von Ministerin Barbara Steffens, Schirmherrin der 3. KölnBonner Woche für Seelische Gesundheit

    © MGEPA NRW / Foto: Franklin Berger

    Der aktuell vorliegende Bundesgesundheitssurvey zeigt in aller Deutlichkeit, dass die Förderung der seelischen Gesundheit eine der zentralen Herausforderungen für unser Gesundheitssystem geworden ist. Rund 40 % der Bevölkerung sind im Laufe ihres Lebens von einer psychischen Erkrankung betroffen. Dies belastet nicht nur die
    Erkrankten selbst, sondern hat gravierende Auswirkungen auf die Familie, den Freundeskreis, die Nachbarschaft und natürlich das berufliche Umfeld.  
     
    Was macht uns eigentlich krank? Was erschöpft uns und lässt uns „verrückt" werden? Sind es die Erwartungen – vor allem der Arbeitswelt – wie „größtmögliche
    Flexibilität“, „uneingeschränkte Mobilität“ und „ständige Erreichbarkeit“? Oder ist es nicht doch eher die Welt des „Höher-Schneller-Weiter“ mit ihren immer größeren Leistungsanforderungen, in der die Ursachen für viele psychische Erkrankungen liegen?  
     
    Etwas läuft schief in unserer Gesellschaft mit ihren immer höheren, häufig zu hohen Erwartungen in Beruf und Privatleben, die sich oft schon an unsere Kinder richten.
    Die Lösung kann nicht darin liegen, auf die Eigenverantwortlichkeit des einzelnen Menschen zu verweisen und einfach ein leistungsfähigeres Gesundheitssystem einzufordern. Wir brauchen ein Innehalten. Und wir brauchen eine gesamtgesellschaftliche Debatte, die uns darin unterstützt, achtsamer mit uns selbst umzugehen und Versorgung präventiver und nachhaltiger zu denken!
     
    Die Woche der seelischen Gesundheit in der Region Köln/Bonn folgt diesem
    Grundsatz. Mehr noch: Mit ihren zahlreichen bürgerinnen- und bürgerorientierten Veranstaltungen kann sie zur weiteren Enttabuisierung psychischer Erkrankungen beitragen und niedrigschwellig Rat und Hilfemöglichkeiten aufzeigen. Gerade im Bereich seelische Gesundheit kann die Region Köln/Bonn auf eine große Erfahrung in trialogisch angelegter Unterstützung zurückgreifen. So wurde die Basis geschaffen für die Bewältigung der ganz praktischen Herausforderungen in der Versorgung – sei es die immens gestiegene Behandlungsnachfrage, die Finanzierung der Hilfen oder die Begleitung betroffener Menschen und ihrer Angehörigen ambulant und in ihrem sozialen Umfeld nach dem Grundsatz der Inklusion. .  
     
    Die „Woche für Seelische Gesundheit“ ist inzwischen auf dem Weg, zu einer
    Institution zu werden. Die vielen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich – auch über diese Woche hinaus – engagieren, tragen viel dazu bei, über psychische Erkrankungen aufzuklären und um Akzeptanz zu werben – und sie helfen, eine Debatte über unser gesellschaftliches Miteinander anzustoßen.
     
    Ich danke allen, die sich mit uns gemeinsam auf den Weg machen, und wünsche Ihnen und uns viele interessante Gespräche und weiterführende Erkenntnisse. 
     
    Barbara Steffens
    Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen